Sprechzeiten

Mo, Di, Mi, Fr
8-12 Uhr

Do
12-18 Uhr

sowie nach Vereinbarung.

Kontakt

(0351) 3142 230

(0351) 3142 231

Elektromyogramm (EMG)

Was wird gemessen?

Im Elektromyogramm wird die Aktivität von Muskelfasern bzw. Muskelfasergruppen beurteilt. Man kann feststellen, ob die Muskeln vom Nerven normal mit Informationen versorgt werden oder ob eine Nervenschädigung vorliegt. Im Falle einer Nervenschädigung kommt es häufig zu einem unkontrollierten Zucken der Muskeln, welches vom Patienten teilweise nicht selbst wahrgenommen wird. Der Körper versucht in der Folgezeit auf die Nervenschädigung zu reagieren, indem noch verbliebene, gesunde Nervenfasern die Funktion der ausgefallenen mit übernehmen. Diese Nervenfasern versorgen dann plötzlich viel mehr Muskelzellen als normal, was in der Untersuchung ebenfalls erfasst werden kann. Ebenso gibt die Untersuchung Auskunft darüber, ob eventuell die Muskelfasern selbst erkrankt sind, wie beispielsweise bei Muskelentzündungen oder bei angeborenen Muskelerkrankungen, den Muskeldystrophien.

Wann wird ein EMG durchgeführt?

Im EMG kann man Muskelerkrankungen sicher von Nervenerkrankungen unterscheiden und beurteilen wie lange die Schädigung schon vorliegt und wie schwerwiegend sie ist. Es kann also bei den verschiedensten Nerven- und Muskelerkrankungen sinnvoll sein.

Wie wird gemessen?

Eine sehr dünne Nadelelektrode wird in den Muskel eingestochen. Als erstes wird gemessen, ob im Muskel auch ohne gezielte Anspannung Muskelaktivität, sogenannte pathologische Spontanaktivität auftritt. Danach wird beurteilt, wie einzelne Muskelfasern arbeiten. Dazu muss der Patient den Muskel wiederholt stärker und auch schwächer anspannen.

Was ist zu beachten?

Da eine Nadelelektrode eingestochen werden muss, wird eine EMG-Messung nur durchgeführt, wenn der Patient keine stark blutverdünnenden Tabletten (wie beispielsweise Falithrom®) einnimmt.

Zurück