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Was verbirgt sich hinter einem L-Dopa-Test?

Bei der Parkinson'schen Krankheit kommt es durch das Absterben von Hirnzellen in einem speziellen Hirngebiet (der Substantia nigra) zu einer verminderten Erzeugung des Botenstoffes Dopamin. Überschreitet der Zellverlust eine bestimmte Grenze, kommt es zum Auftreten typischer Symptome wie Zittern (Tremor), Muskelsteifheit (Rigor), Unbeweglichkeit (Akinese) und Gleichgewichtsstörungen (posturale Instabilität).

Manchmal ist es nicht ganz leicht, ein Parkinson-Syndrom von anderen Erkrankungen abzugrenzen, die ebenfalls zu den genannten Symptomen führen können. Aus diesem Grund gehört zur Diagnostik in der Regel ein L-Dopa-Test. Hier wird geprüft, ob sich die Symptome nach Zuführung des Botenstoffes Dopamin zurückbilden, d.h. die Erkrankung auf die Gabe von Dopamin sensitiv ist. Ist dies der Fall, dann ist die Diagnose eines Parkinsonsyndroms gesichert.

Wie wird der Test durchgeführt?

Da die Symptome häufig erheblichen Tagesschwankungen unterliegen, wird der Patient beim L-Dopa-Test zweimal untersucht: Vor und nach der Einnahme von Dopamin. Das Dopamin wird dabei in Form von schnell resorbierbaren Tabletten in einer mittleren Dosierung verabreicht. Nachdem genügend Zeit gelassen wurde, um das Präparat aufzunehmen (in der Regel zirka 30 Minuten), können Arzt und Patient bei der folgenden Untersuchung gemeinsam feststellen, ob das Medikament zu einer Besserung der Beschwerden geführt hat. Besonders wird hier auf die Feinmotorik, die Muskelsteifigkeit und die allgemeine Unbeweglichkeit geachtet. Von einem positiven Test spricht man, wenn sich die Beschwerden um mindestens 30 Prozent zurückbilden. Dies deutet auf stark auf das Vorliegen einer Parkinson'schen Erkrankung hin.

Was ist zu beachten?

Es ist bekannt, dass die Dopamin-Tabletten bei der Ersteinnahme manchmal zu Übelkeit führen können. Aus diesem Grund sollte der Patient möglichst 48 Stunden vor Durchführung des Testes jeweils zum Essen drei mal täglich 10 mg Domperidon einnehmen, um diese Nebenwirkung von vornherein zu vermeiden. Des weiteren ist es wichtig, dass die Dopamin-Tabletten nüchtern eingenommen werden, da die Aufnahme des Wirkstoffes durch die Magenwand sehr leicht durch Speisen reduziert werden kann.

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